Geschichte des Edmund und Rosa Hlawka-Preises

Edmund Hlawka

Gestiftet: 1991

Erste Vergabe: 1992 (Verleihung erfolgt alle zwei Jahre)

Stifter: Edmund Hlawka wurde am 5.11.1916 in Bruck an der Mur geboren. Von 1934 bis 1938 studierte er Mathematik, Physik und Astronomie an der Universität Wien, wo er bis 1941 als Assistent tätig war. 1944 heiratete er Rosa Reiterer. Im folgenden Jahr wurde er Dozent an der Universität Wien, 1946 Dozent an der Technischen Hochschule Wien. Von 1948 bis 1981 war er ordentlicher Professor am Institut für Mathematische Analysis der Universität Wien, von 1981 bis 1987 ordentlicher Professor am Institut für Analysis, Technische Mathematik und Versicherungsmathematik der Technischen Universität Wien. In der Zeit von 1959 bis 1976 lehrte er als Gastprofessor in Princeton, am CALTEC in Pasadena, an der Sorbonne und an der ETH in Zürich.
1956 wurde er zum korrespondierenden, 1959 zum wirklichen Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) gewählt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, unter anderen im Jahr 1979 den Erwin Schrödinger-Preis der ÖAW sowie 1987 das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
Der Schwerpunkt seines wissenschaftlichen Werks liegt im Bereich der Geometrie der Zahlen, der Theorie der Gleichverteilung sowie der Philosophie und Geschichte der Mathematik. Edmund Hlawka starb am 19.2.2009 in Wien.

Höhe des Stiftungsvermögens: öS 300.000,-

Stiftungszweck: Für Mathematiker(inn)en österreichischer Staatsbürgerschaft, die das 30. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, für hervorragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Geometrie der Zahlen und zahlentheoretischen Analysis.

Literatur:

Almanach der ÖAW, 142. Jahrgang (1991/1992), S. 321

Christa Binder: Edmund Hlawka (geb. 1916). In: Heimat großer Söhne. Exemplarische Leistungen österreichischer Naturforscher, Techniker und Mediziner. Hrsg. v. Helmut Grössing und Gerhard Heindl, Frankfurt/Main 1997, S. 187-199

Edmund Hlawka. Hrsg. v. Stepan S. Moskaliuk. Kiew 2001 (=Classics of World Sciences, Volume 6)

Almanach der ÖAW, 154. Jahrgang (2003/2004), S. 410

Almanach der ÖAW, 159, Jahrgang (2009/2010), S. 519-527