Jahresbericht 2004

Editorial des Jahresberichts 2004

Wir präsentieren die Aktivitäten des Tätigkeitsbereiches „Stipendien und
Preise“ an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) für
das Jahr 2004 in einer neuen grafischen Gestaltung.
Mit dieser neuen Form der Darstellung wollen wir eine bessere Vergleichbarkeit
mit anderen Stipendien vergebenden Stellen erreichen und damit
zur Erhöhung der Übersichtlichkeit in der Förderszene beitragen.
Im Jahre 2004 konnten 100 Neubewilligungen aus allen Bereichen der
Nachwuchsförderung der ÖAW erreicht werden. Das Antragsvolumen lag
im Berichtszeitraum bei rund 600.

Insbesondere freut es mich, dass das seit 2002 bestehende Doktorandinnenprogramm
DOC-FFORTE von der scientific community sehr gut angenommen
wird. Dank der Unterstützung des bm:bwk konnte dieses
Programm auch weiter ausgebaut werden.

>>> Dank!
In hohem Maße sind wir folgenden Institutionen und Sponsoren für die
finanzielle Unterstützung zu Dank verpflichtet:
· dem Bundesministerium für Bildung,Wissenschaft und Kultur – auch in
Kooperation mit dem Europäischen Sozialfonds bei DOC-FFORTE
· der StadtWien, die jedes Jahr ein APART- und ein DOC-Stipendium finanziert
· dem Böhlau Verlag Wien
· der Max Kade-Foundation / New York, der Dr. Alois Sonnleitner-Stiftung,
dem Richard G. Plaschka-Legat
· den privaten Stiftern und Stifterinnen: Prof. Dr. Edmund Hlawka, Dr. Alfred
und Isabel Bader
Große Anerkennung gebührt den Mitgliedern der Vergabekomitees und
den externen Gutachtern und Gutachterinnen sowie dem Vorsitzenden
des Alumni-Clubs der Max Kade-Foundation, Prof. Dr. Peter Fritsch, für ihr
ehrenamtliches Engagement.
Durch die großzügige Unterstützung der Unternehmen RZB, AGRANA und
UNIQA konnte ein den Schwerpunkt „Ostmitteleuropa“ betreffendes Stipendium
für die Themenbereiche Wirtschafts- und Rechtswissenschaften
sowie Volkswirtschaftslehre mit dem Namen Austrian Academy of Sciences
CEE (Central and Eastern European) – Scholarship im Rahmen von
APART ausgeschrieben werden.

>>> Ausblick!
Im Jahre 2004 wurde im Rahmen einer auf Initiative des Rates für Forschung
und Technologieentwicklung eingerichteten Arbeitsgruppe eine
Bestandsaufnahme aller Humanressourcenprogramme erstellt.
Die Arbeitsgruppe hat in ihrer Empfehlung eine Reduzierung der Fördereinrichtungen
auf drei Institutionen vorgeschlagen: den Fonds zur Förderung
der wissenschaftlichen Forschung (FWF), den Österreichischen
Austauschdienst (ÖAD) und die Österreichische Akademie der Wissenschaften
(ÖAW).
Es ist zu hoffen, dass damit der Prozess der Zersplitterung der Förderlandschaft
beendet wird und jene Institutionen, die mit der Nachwuchsförderung
betraut wurden,mit Budgets ausgestattet werden, die eine nachhaltige
Unterstützung junger Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ermöglichen.

Herbert Mang
Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften