Jahresbericht 2011

Editorial des Jahresberichts 2011

Der vorliegende Bericht dokumentiert die vielfältigen Aktivitäten, die die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) im Bereich Nachwuchsförderung im Jahr 2011 gesetzt hat. Mit sieben Stipendienprogrammen und zwölf Preisen für Doktorand(inn)en und junge Post-docs in allen Fachbereichen stellt die ÖAW die Bedeutung der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses unter Beweis: Im Berichtszeitraum wurden rund 240 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen der Stipendienprogramme gefördert, 85 Stipendien konnten neu bewilligt werden.

Mehr als 970 Doktorand(inn)en und junge Post-docs wurden seit 1993 von der ÖAW mit Stipendien unterstützt, mehr als die Hälfte davon sind Frauen. Zwei Förderprogramme richten sich speziell an den weiblichen Nachwuchs – DOC-fFORTE und L’ORÉAL Österreich.

Nach neun erfolgreichen Jahren wurde das Frauenförderprogramm DOC-fFORTE 2011 beendet und in das Programm DOC integriert. Insgesamt 187 Doktorandinnen haben seit der ersten Ausschreibung 2003 ein DOC-fFORTE-Stipendium erhalten, um ihre Forschungsarbeit in Bereichen der Naturwissenschaften, Mathematik, Medizin oder der Technischen Wissenschaften durchzuführen. Das Ziel des Programms – die Zahl der Frauen zu erhöhen, die in diesen immer noch als „typisch männlich“ geltenden Fachbereichen erfolgreich promovieren – konnte erreicht werden: Drei Jahre nach Förderende haben etwa 90 Prozent der ehemaligen Stipendiatinnen das Doktorat abgeschlossen und sind mit wenigen Ausnahmen auch weiterhin in der Forschung tätig.

An dieser Stelle möchte ich allen Mitgliedern der Bewertungskomitees, die vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, von der Österreichischen Universitätenkonferenz, der Österreichischen UNESCO-Kommission, der Industriellenvereinigung und der ÖAW bestellt werden, sowie allen Gutachterinnen und Gutachtern im In- und Ausland herzlich für ihren großen Einsatz danken: Ohne ihr ehrenamtliches Engagement wäre die Auswahl der Stipendiat(inn)en und Preisträger(innen) nicht möglich.

Vor allem ist auch jenen Institutionen und Sponsoren zu danken, die im Jahr 2011 mit ihrem Beitrag die Realisierung der Förderprogramme und die Vergabe von Preisen ermöglicht haben:

  • dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, in dessen Auftrag die Akademie derzeit fünf Stipendienprogramme abwickelt,
  • der Stadt Wien, die ein APART- und ein DOC-Stipendium finanzierte,
  • dem Land Steiermark, das im Jahr 2011 zwei DOC-Stipendien finanzierte,
  • den Unternehmen Raiffeisen Zentralbank, AGRANA und UNIQA, die im Rahmen von APART ein Stipendium mit Schwerpunkt „Ostmitteleuropa“ für die Bereiche Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften finanzieren,
  • der Max Kade-Foundation, New York,
  • L’ORÉAL Österreich und der Österreichischen UNESCO-Kommission, die ein Stipendienprogramm für junge Wissenschaftlerinnen in den Naturwissenschaften, der Medizin und Mathematik initiiert haben,
  • dem Böhlau Verlag Wien,
  • den privaten Stifterinnen und Stiftern Dr. Alfred und Isabel Bader, Prof. Rainer Bauböck, Prof. Moritz Csáky, Prof. Erich Thenius und Rosemarie Schlögl.

Helmut Denk
Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften