Ignaz L. Lieben Preis

1. Geschichte:
In seinem Testament verfügte Ignaz L. Lieben, dass die Summe von 6.000 Gulden "für das allgemeine Beste" verwendet werden solle. Im Jahr 1863 wurde auf Initiative seines Sohnes, Adolf Lieben, dieser Betrag der damaligen kaiserlichen Akademie der Wissenschaften für die Ignaz L. Lieben-Stiftung zur Verfügung gestellt. 1938 musste der Ignaz L. Lieben-Preis wegen Verfolgung der Stifterfamilie eingestellt werden. Durch die großzügige finanzielle Unterstützung von Alfred und Isabel Bader konnte der Preis im Jahr 2004 erstmals wieder ausgeschrieben werden.

2. Bewerbungsvoraussetzungen:
Eingeladen zur Bewerbung sind Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen unter 40 Jahren (für Kinderbetreuungszeiten wird die Altersgrenze um max. 4 Jahre angehoben), die das Doktorat abgeschlossen haben, herausragende Arbeiten in ihrem Fachbereich nachweisen können und die während der letzten drei Jahre vor der Antragstellung (Stichtag: Einreichtermin) in einem der folgenden Länder durchgehend wissenschaftlich tätig gewesen sind: Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn oder Österreich.
Die Österreichische Akademie der Wissenschaften und die Akademien der oben genannten Länder können geeignete Kandidatinnen / Kandidaten nominieren; wirkliche Mitglieder einer Akademie der Wissenschaften können sich jedoch nicht bewerben und können auch nicht nominiert werden.

3. Forschungsbereiche:
Der Ignaz L. Lieben-Preis wird an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für hervorragende Leistungen in den Fachgebieten der Molekularbiologie, der Chemie oder der Physik vergeben.

4. Höhe des Preises: US-$ 36.000,-

5. Vergabemodalitäten:
Der Ignaz L. Lieben-Preis wird jährlich vergeben, die Auswahl des Preisträgers/der Preisträgerin erfolgt durch eine Vergabekommission. Die Vergabe erfolgt im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Herbst d.J.

6. Bewerbungsmodalitäten:
Bewerbungen sind bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften einzureichen. Den Kandidatinnen und Kandidaten steht es frei, sich bei anderen Stellen zu bewerben, darüber ist jedoch die Abteilung für Stipendien und Preise der ÖAW zu informieren.
Nach Ablauf von zwei Jahren ist eine erneute Antragstellung für den Preis möglich.

Einreichtermin: 15. April 2017 (Datum des Poststempels)

Bewerbungsunterlagen (in englischer Sprache):

  • Online-Erfassungsbogen
  • Empfehlungsschreiben (optional)
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Publikationsliste
  • Auswahl von max. fünf der wichtigsten Publikatione als pdf- oder Word-files
  • Kurze Darstellung von Art und Ausmaß des Beitrags des Antragstellers/der Antragstellerin zu diesen ausgewählten Publikationen

Bitte senden Sie die Unterlagen im Format PDF per E-Mail an application@oeaw.ac.at und ausgedruckt (zweifach, Publikationenen einfach) mit der Post an:

Abteilung für Stipendien und Preise
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postgasse 7-9
1010 Wien

Kontakt:
Dr. Barbara Haberl
E-Mail: barbara.haberl@oeaw.ac.at