ROM Statuten

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) vergibt  Forschungsstipendien am Historischen Institut beim Österreichischen Kulturforum in Rom (HI Rom) an graduierte (Diplom- oder Masterabschluss) oder promovierte Akademiker und Akademikerinnen aus den Bereichen Geschichte, Kunstgeschichte, Altertumswissenschaften, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft sowie Kirchengeschichte und Kirchenrecht.

Die Stipendien werden für Arbeitsvorhaben vergeben, deren Thematik sich auf Rom oder allgemein auf Italien bezieht und zu deren Durchführung ein Aufenthalt in Rom, in besonderen Fällen allgemein in Italien, notwendig ist.

Bevorzugt werden  Projekte, die zu den am HI Rom betriebenen Forschungen einen Bezug haben (mehr dazu unter www.oehirom.it).

Antragstellerinnen und Antragsteller, die nicht die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, müssen nachweisen können, dass der Mittelpunkt ihrer Lebens- und Forschungsinteressen seit mehr als zwei Jahren in Österreich ist.

Bei der Vergabe der Stipendien werden Nachwuchswissenschaftler/innen bevorzugt.

Die Stipendiendauer beträgt einen Monat bis neun Monate.

Die Höhe des Stipendiums beträgt 1.000,- Euro pro Monat. Außerdem wird ein einmaliger Reisekostenzuschuss von 250,- Euro gegeben. Mit dem Stipendium ist ferner die kostenlose Unterbringung in einem der Stipendiatenzimmer des Instituts in Rom verbunden.

Bewerberinnen und Bewerber, die in einem Dienstverhältnis stehen und unter Beibehaltung der Bezüge beurlaubt werden, erhalten nur 50 Prozent des angegebenen Stipendienbetrages.

Auf dem hiefür vorgesehenen elektronischen Formular ist anzugeben, ob der Bewerber/die Bewerberin während der Konsumierung des Stipendiums über Einkünfte verfügt, die im Monat den Betrag von 500,- Euro überschreiten. In diesem Fall kommen ebenfalls nur 50 Prozent der monatlichen Stipendienrate zur Auszahlung.

Über die Zuerkennung des Stipendiums entscheidet der wissenschaftliche Beirat der ÖAW für das HI Rom. Die Entscheidung über die Zuerkennung der Stipendien erfolgt auf Basis der vergleichenden Beurteilung der Anträge durch die Beiratsmitglieder; zusätzlich können auch externe Gutachten eingeholt werden.

Wesentliche Kriterien für die Auswahl sind die wissenschaftliche Qualifikation der Bewerberinnen und Bewerber, die wissenschaftliche Qualität des Forschungsprojekts sowie der Nachweis der Notwendigkeit des Forschungsaufenthalts in Rom bzw. Italien für die Durchführung des Projekts.

Der Beirat tritt in der Regel Ende Mai zur Beschlussfassung über die Vergabe der Stipendien zusammen. Die Bewerber und Bewerberinnen werden über die Entscheidung des Beirats schriftlich in Kenntnis gesetzt.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bewerbungen sind auf dem elektronischen Formular mit den geforderten Beilagen bis 1. März jeden Jahres an die Abteilung für Stipendien und Preise der ÖAW zu senden. Es gilt das Datum des Poststempels.

Dem Antrag ist eine Begründung beizufügen, aus der hervorzugehen hat, warum die Arbeit nur in Rom bzw. in Ausnahmefällen an dem angegebenen Ort in Italien durchgeführt werden kann; ebenso muss aus der Begründung erkennbar sein, ob die Arbeit in der angegebenen Zeit bewältigbar ist.

Nach der Hälfte der Laufzeit (bei Stipendien, die länger als sechs Monate dauern) und am Ende des Stipendiums ist jeweils ein Arbeitsbericht der Direktion des HI Rom und der Abteilung für Stipendien und Preise der ÖAW vorzulegen.

In begründeten Fällen kann das Stipendium aberkannt werden. Solche Fälle sind schwere Verletzungen der Hausordnung des HI Rom, berechtigte Beschwerden von Institutionen, bei denen der Stipendiat/die Stipendiatin im Gastland arbeitet, die Feststellung, dass der Stipendiat/die Stipendiatin für dasselbe Arbeitsvorhaben von anderer Stelle ebenfalls ein Stipendium zuerkannt erhielt, ohne den wissenschaftlichen Beirat darüber in Kenntnis zu setzen. Über die Aberkennung entscheidet die/der Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats auf Grund eines begründeten Antrages des Institutsdirektors. In diesem Fall ist die/der  Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats berechtigt, für die noch zur Verfügung stehenden Monate aus dem Kreis der zurückgestellten Bewerber/Bewerberinnen einen Ersatz zu bestimmen.

 

 

Stand: Jänner 2015