Statuten

Statuten

1. Allgemeine Zielsetzung
Der Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die Österreichische Akademie der Wissenschaften wurde anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Österreichischen Akademie der Wissenschaften eingerichtet. Im Besonderen werden Projekte gefördert, die von Wiener Wissenschaftern und Wissenschafterinnen initiiert werden, in Wiener Forschungseinrichtungen beheimatet oder auf Wien bezogen sind.

2. Voraussetzungen
Die Anträge werden in der Regel von habilitierten Forschern und Forscherinnen in ihrer Funktion als Projektleiter/in eingereicht. Eigenanträge setzen auf jeden Fall das Doktorat und den Nachweis von Forschungserfahrung (Publikationen) voraus. Der Nachweis einer für die Durchführung des Forschungsvorhabens notwendigen Arbeitsmöglichkeit für die Dauer des Projektes wird verlangt.

3. Forschungsgebiete
Es wird jährlich eine themenspezifische Ausschreibung vorgenommen, die in den geraden Jahren den Forschungsbereichen der philosophisch-historischen Klasse (Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften) und in den ungeraden Jahren den Forschungsbereichen der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse (Naturwissenschaften, Technische Wissenschaften, Medizin) der ÖAW zuzuordnen sind.

4. Leistung
Es werden im Rahmen einer Ausschreibung mind. zwei Forschungsprojekte von jeweils bis zu 100.000 Euro gefördert. Für promovierte Projektmitarbeiter und -mitarbeiterinnen werden 50.000 Euro bezahlt, für graduierte Projektmitarbeiter und -mitarbeiterinnen 30.000 Euro.
Der Jubiläumsfonds bewilligt Reisekosten nach der Reisegebührenvorschrift des Bundes. Konferenzteilnahmen werden nur dann gefördert, wenn bei diesen Projektergebnisse präsentiert werden. Sachmittel können nur in geringem Ausmaß genehmigt werden. Es steht dem Projektwerber/der Projektwerberin jedoch frei, solche bei anderen Förderungseinrichtungen zu beantragen.

5. Förderdauer
Die Forschungsarbeiten müssen innerhalb von 4 Monaten nach Zuerkennung der Förderungsmittel begonnen werden. Die Förderdauer beträgt ein Jahr; in Ausnahmefällen kann sie um ein Jahr kostenneutral verlängert werden. Nach einem Jahr bzw. nach Beendigung des Projektes ist vom Projektleiter / von der Projektleiterin ein Arbeitsbericht sowie die Abrechnung vorzulegen.
Bei selbstverschuldeter Verletzung der Richtlinien ist der entsprechende Förderbetrag zurückzuzahlen.

6. Bewerbungsmodalitäten
Anträge können bis zum Ende der Einreichfrist auf den hiefür vorgesehenen elektronischen Formularen in vierfacher Ausfertigung im Generalsekretariat des Jubiläumsfonds eingereicht werden. Die Zuerkennung erfolgt im ersten Halbjahr des darauffolgenden Jahres. Die Entscheidung über die Zuerkennung wird durch das Kuratorium des Fonds getroffen, das sich seinerseits auf die Beurteilung der Ansuchen durch Gutachter und Gutachterinnen aus dem In- und Ausland stützen kann.
Dem Antragsteller/der Antragstellerin steht es frei, sich bei anderen Stellen für die Förderung desselben Projektes zu bewerben; solche Bewerbungen sind jedoch dem Generalsekretariat des Jubiläumsfonds zu melden.
Bei Arbeitsvorhaben, insbesondere im Bereich der angewandten Forschung, die sich mit Forschungen zur Entwicklung neuer Technologien, mit der Verbesserung bereits bestehender Technologien, mit Problemfeldern in den Bereichen Umweltwissenschaften etc. beschäftigen und deren Ergebnisse auch für die Wirtschaft von Interesse und von Nutzen sind, sollte der Antragsteller/die Antragstellerin für eine Kofinanzierung im Umfang von zumindest 25% der Gesamtprojektkosten Sorge tragen. Jedenfalls muss bei Anträgen in diesem thematischen Bereich nachgewiesen werden, dass diese Kofinanzierung angestrebt wurde.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.