Preisträger Alexander Weiss


Karl Schlögl-Preis 2013


Alexander Weiss wird für seine Dissertation Development and New Applications of Quantum Chemical Simulation Methodology ausgezeichnet, in der er sich mit der Entwicklung und Implementierung von Methoden zur Auswertung von sogenannten Molekulardynamik-Simulationen befasst.

Das sind Computersimulationen, bei denen Wechselwirkungen zwischen Atomen und Molekülen berechnet und über einen kurzen Zeitraum dargestellt werden.

Diese Art der Beschreibung von molekularen Systemen liefert Einblicke in die Dynamik chemischer Prozesse, indem sie die chemische Untersuchung unter „realen“ Bedingungen (Druck, Temperatur, zeitliche Entwicklung) ermöglicht.

Allerdings liefern diese Simulationen formal nichts anderes als große Mengen an tabellarischen Daten, große Mengen an nicht sehr anschaulichen Zahlen. Ziel der Arbeit war es, diese unübersichtlichen Mengen von Zahlen in andere Formen umzuwandeln, mit deren Hilfe Forscher und Forscherinnen möglichst leicht Erkenntnisse über die Struktur und die Dynamik der zugrunde liegenden Prozesse gewinnen können. Für Alexander Weiss war es dabei wesentlich, diese Darstellungen möglichst intuitiv und einfach zu gestalten, hauptsächlich in selbst erklärenden Bildern bzw. Diagrammen. Diese Methoden wurden im Zuge diverser Simulationsstudien erfolgreich angewandt und publiziert.

Im zweiten Teil der Dissertation entwickelte Alexander Weiss ein Lern- und Lehrprogramm zur quantenmechanischen Berechnung von Molekülen. Dieses wurde ebenfalls bereits im Rahmen von Simulationsstudien verwendet, zusammen mit neu entwickelten Algorithmen.

Der Preisträger


Alexander Weiss studierte Chemie an der Universität Innsbruck, wo er auch sein Doktoratsstudium abschloss. Im Juni 2013 trat er ein zweijähriges Post-doc-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Universität München an.