Alexander Pinwinkler


Jubiläumspreis des Böhlau Verlages Wien 2014


Alexander Pinwinkler wird für seine Monographie Historische Bevölkerungsforschungen. Deutschland und Österreich im 20. Jahrhundert, erschienen im Wallstein Verlag: Göttingen 2014, ausgezeichnet.


In seinen Forschungsarbeiten befasst sich Alexander Pinwinkler vor allem mit der Wissenschafts- und Universitätsgeschichte sowie der Politik- und Gesellschaftsgeschichte Österreichs und Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert. Seit etwa 15 Jahren beschäftigt er sich eingehend mit der Entwicklung des Bevölkerungsdenkens in den deutschsprachigen Sozialwissenschaften, wobei Statistik, Demographie und Geschichtswissenschaften im Vordergrund seiner Forschungen stehen. Strukturgeschichtliche Zugänge verbindet Alexander Pinwinkler dabei mit einem ausgeprägten Interesse an Einzelbiographien und kleinräumigen sozialen Milieus, die er in internationale Zusammenhänge und Verflechtungen einzubetten sucht. Wesentliche Ergebnisse dieser Arbeiten konnte er bereits in seiner 2003 publizierten Doktorarbeit über den Wiener Statistiker Wilhelm Winkler (1884-1984) und zuletzt in seiner Habilitationsschrift „Historische Bevölkerungsforschungen: Deutschland und Österreich im 20. Jahrhundert“ vorlegen.
Derzeit bearbeitet Alexander Pinwinkler u.a. ein Forschungsprojekt zur Biographie und zum US-amerikanischen Exil des Salzburger Theologen und Benediktiners P. Thomas Michels OSB (1892-1979). Dieses Forschungsvorhaben beschreitet u.a. deshalb wissenschaftliches Neuland, weil es anhand von bislang nicht analysierten Quellenbeständen exemplarisch Netzwerke und ideologische Wandlungen der intellektuellen Trägerschichten des Austrofaschismus über 1938/45 hinweg aufzuzeigen versucht.   

Der Preisträger


Alexander Pinwinkler studierte Geschichte und Deutsche Philologie an der Universität Salzburg, wo er 2001 mit ausgezeichnetem Erfolg promovierte. Im Jahr 2012 wurde er im Fachgebiet „Zeitgeschichte“ an der Universität Wien habilitiert. Er ist Dozent für Zeitgeschichte an der Universität Wien sowie Projektleiter und Lehrbeauftragter am Fachbereich Geschichte der Universität Salzburg.