Otto Vogl-Preis

Geschichte


Gestiftet: 2013

Erste Vergabe: 2014 (Verleihung erfolgt jährlich)

Stifterin: Die Stiftung wurde von Jane Vogl, der Witwe von Prof. Dr. Otto Vogl, zum Gedenken an ihren Mann ins Leben gerufen.

Namensgeber: Otto Vogl wurde am 6. November 1927 geboren. Er studierte Chemie an der Universität Wien, wo er 1950 promovierte und bis 1953 als Assistent am II. Chemischen Institut tätig war. Danach verbrachte er zwei Jahre als Post-doc an der University of Michigan, heiratete 1955 Jane Cunningham und forschte ein Jahr an der University of Princeton. Von 1956 bis 1970 war er in der Plastics Division bei DuPont in Wilmington, DE (USA). 1970 wurde Otto Vogl als Professor an die University of Massachusetts berufen. Von 1983 bis zu seiner Emeritierung 1995 war er als Herman F. Mark Professor of Polymer Science an der Polytechnic University in Brooklyn tätig.

Im Jahr 1985 wurde Otto Vogl zum korrespondierenden Mitglied im Ausland der ÖAW gewählt; 1983 wurde er auswärtiges Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie und 1985 auswärtiges Mitglied der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem die Herman-Mark-medaille (1989), Award der Society of Polymer Science (Japan, 1991), war Ehrenmitglied der Slowakischen Chemischen Gesellschaft (1993) und Ehrenmitglied der Gesellschaft Österreichischer Chemiker (1999).

Otto Vogl war ein prominenter Polymerchemiker, der wesentliche Beiträge zur Synthese, chromatographischen Trennung und der Kenntnis der Chiralität von Steroiden und Purinen leistete. Er entdeckte die Polymerisation höherer Aldehyde und die stereospezfische Polymerisation von Acetaldehyd und erforschte die Stereospezifizität und konformationelle Spezifizität der Polymerisation von Trichloracetaldehyd (Chloral). Darüber hinaus führte er zum Teil neue physikalisch-chemische Verfahren zur Messung der erzielten Effekte ein, wie die Messung des thermischen Abbaus von Poylmeren.

Höhe des Stiftungsvermögens: USD 40.000,-

Stiftungszweck: Für Studierende, die an einer Universität in Österreich eine hervorragende Masterarbeit auf dem Gebiet der Chemie verfasst und im Jahr vor der Bewerbung ihr Masterstudium beendet haben und ein Doktorats- oder PhD-Studium an einer Universität in Österreich durchführen wollen


Literatur


Almanach der ÖAW, 163./164. Jahrgang (2013-20014), S. 489-494.