Das Auswahlverfahren für ein DOC-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften dauert ca. 6-7 Monate.

Die Anträge der Kandidaten und Kandidatinnen, die im Rahmen der Vorauswahl in die Shortlist aufgenommen werden, werden von internationalen Expertinnen und Experten begutachtet. Für jeden Antrag werden ein bis zwei Gutachten eingeholt. Auf Basis der Gutachten und der vergleichenden Diskussion im Vergabekomitee erfolgt die Entscheidung über die Vergabe der Stipendien.

Nach Beendigung des Bewertungsverfahrens werden die Gutachten in anonymisierter Form an jeden Antragsteller / jede Antragstellerin weitergeleitet.

Es wird darauf hingewiesen, dass aufgrund budgetärer Gegebenheiten Anträge trotz positiver Bewertung abgelehnt werden müssen.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Auswahlprozess

Das Vergabekomitee besteht aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die an einer Universität oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung in Österreich tätig sind. Die Komiteemitglieder werden von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) nominiert.

Die Anträge werden  den Mitgliedern des Vergabekomitees entsprechend des jeweiligen Fachbereichs zugeordnet. Dabei wird streng auf mögliche Befangenheitsgründe geachtet. Das bedeutet zunächst, dass Komiteemitglieder und Antragstellende nicht an derselben Universität bzw. derselben Forschungseinrichtung tätig sein dürfen. Darüber hinaus werden mögliche berufliche oder private Nahe- bzw. Konkurrenzverhältnisse berücksichtigt, ggf. werden externe Expert/inn/en zur Beurteilung eines Antrags zugezogen.


Vorauswahl

In der ersten Auswahlrunde wird eine Shortlist der Anträge erstellt, die international begutachtet werden. Diese Auswahl erfolgt auf Basis einer auf die wissenschaftliche Qualität des Dissertationsprojekts bezogenen Begründung, die im Fall der Ablehnung an die Antragstellenden schriftlich übermittelt wird.

Für die Anträge, die international begutachtet werden, schlagen die Komiteemitglieder geeignet erscheinende Gutachter/innen vor, die im Ausland tätig sind. Ergänzend können Expert/inn/en aus der Datenbank der Abteilung für Stipendien & Preise der ÖAW genannt werden. Bei der Auswahl wird streng auf Befangenheitsgründe bzw. mögliche Interessenskonflikte geachtet.

Es gibt keinen fixen Pool an Gutachter/inne/n; für jeden Antrag werden Expert/innen gesucht, die die Beurteilung aufgrund ihrer eigenen wissenschaftlichen Erfahrung bzw. Forschungstätigkeit entsprechend den internationalen Standards im jeweiligen Fachgebiet beurteilen können. Diese Gutachter/innen sind ehrenamtlich tätig, d.h. sie erhalten für diese Tätigkeit keine finanzielle Entschädigung.

Antragstellende haben das Recht (z.B. aus Konkurrenzgründen oder wegen eines Schulenstreits), bis zu drei Wissenschaftler/innen vom Begutachtungsverfahren auszuschließen. 


Begutachtungsverfahren

Für jeden Antrag im Rahmen des Programms DOC werden ein bis zwei Gutachten eingeholt. Bei interdisziplinären Anträgen, die mehrere Forschungsgebiete umfassen, kann die Anzahl erhöht werden.

Ein Gutachten besteht aus einer schriftlichen Stellungnahme sowie aus der formalen Bewertung der wissenschaftlichen Qualität des Dissertationsprojekts auf einer Skala von 1-10 (1-2 = unzureichend, 9-10 = hervorragend) nach folgenden Kriterien:

  • Originalität, Innovativität und Relevanz des Projekts im Fachbereich
  • Rezeption des aktuellen Forschungsstands
  • Klarheit der Forschungsfragen (Hypothesen)
  • Angemessenheit der Methodik (inkl. Arbeits- und Zeitplan)
  • Durchführbarkeit des Projekts (Institutsausstattung, wissenschaftliches Umfeld)

Schließlich werden die Gutachter/innen gebeten, eine zusammenfassende Empfehlung abzugeben, ob der Antrag (uneingeschränkt) förderungswürdig ist, nach Überarbeitung wieder eingereicht werden oder abgelehnt werden soll.

Falls die schriftliche Stellungnahme nicht aussagekräftig ist, wird ein weiteres Gutachten eingeholt. Die Gutachter/innen werden gebeten, mögliche Befangenheitsgründe bekannt zu geben. Wenn eine Befangenheit im Nachhinein festgestellt wird, wird das Gutachten nicht gewertet.

Bei der Wiedereinreichung eines überarbeiteten Antrags wird in der Regel zumindest eine/r der vorherigen Gutachter/innen nochmals um eine Beurteilung gebeten. Voraussetzung für die Wiedereinreichung ist die Kennzeichnung des Antrags als Zweitbewerbung sowie die Darstellung der Projektfortschritte seit der Ersteinreichung und der Änderungen, die auf Basis der Kritik oder der Anregungen im Gutachten vorgenommen wurden.


Vergabesitzung

Die Entscheidung über die Auswahl der Stipendiat/innen erfolgt in der Vergabesitzung.

Die Komiteemitglieder erstellen auf Basis der Gutachten eine Reihung der ihnen zugeordneten Anträge und präsentieren diese dem Komitee. Die Anträge werden vergleichend diskutiert; dabei werden die Gutachten, aber auch andere, die wissenschaftliche Qualifikation des/der Antragstellenden betreffenden, Kriterien – wie Studienverlauf und -dauer, Publikationsleistung, Mobilität, bisherige Dauer des Doktorats-/PhD-Studiums – eingehend diskutiert.

Die Entscheidung über die Vergabe der Stipendien wird vom gesamten Komitee getroffen.


Information an Antragstellende

Nach der Vergabesitzung werden alle Antragstellenden per E-Mail informiert; die schriftlichen Stellungnahmen der Gutachter/innen werden in anonymisierter Form übermittelt. 

Key facts

Höhe des Stipendiums
38.000,- Euro brutto/brutto jährlich

Dauer des Stipendiums
24 / 30 / 36 Monate

Einreichfrist
10.08. bis inkl. 15.09.2022

Kontakt
stipref(at)oeaw.ac.at

Weg zum Stipendium

Informationen

Antrag

Auswahl


Nach Erhalt eines Stipendiums

Allgemeine Unterlagen

DOC-Unterlagen