APART-GSK

Auswahl

Das Auswahlverfahren für ein APART-GSK-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften dauert ca. sechs Monate.

Die Anträge der Kandidaten und Kandidatinnen, die im Rahmen der Vorauswahl in die Shortlist aufgenommen werden, werden von internationalen Expertinnen und Experten begutachtet. Für jeden Antrag werden zumindest zwei Gutachten eingeholt. Die auf Basis der Gutachten innerhalb eines Fachgebietes bestgereihten Kandidat/inn/en werden zu Interviews eingeladen, die von zumindest zwei fachlich geeigneten Mitgliedern des Komitees geführt werden. Auf Basis der Gutachten und der Interviews trifft das Komitee die Entscheidung über die Vergabe der Stipendien.

Nach Beendigung des Bewertungsverfahrens werden die Gutachten in anonymisierter Form an jeden Antragsteller / jede Antragstellerin weitergeleitet.

Es wird darauf hingewiesen, dass aufgrund budgetärer Gegebenheiten Anträge trotz positiver Bewertung abgelehnt werden müssen.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Vergabekomitee


Das Vergabekomitee besteht aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die an einer Universität oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung in Österreich tätig sind und ausgewiesene Expert/inn/en in ihrem Fachgebiet in Österreich sind. Die Komiteemitglieder werden von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften nominiert.

Bei der Zusammensetzung wird auf die Vermeidung von Befangenheit geachtet.

Vorauswahl


In der ersten Auswahlrunde entscheidet das Vergabekomitee, welche Anträge extern begutachtet werden. Dabei werden die persönliche Qualifikation der Antragsteller/innen und die wissenschaftliche Qualität des Forschungsvorhabens bewertet. Gelangt das Gremium zur Ansicht, dass ein Antrag nicht den Kriterien des Förderprogramms entspricht, wird dieser abgelehnt.

Nach der Entscheidung über die Vorauswahl erhalten die Antragsteller/innen eine schriftliche Begründung für die Ablehnung des Antrags bzw. die Information, dass der Antrag international begutachtet wird.
Für die Anträge, die extern begutachtet werden, schlagen die Komiteemitglieder geeignet erscheinende Gutachter/innen vor, die im Ausland tätig sind. Bei der Auswahl wird streng auf Befangenheitsgründe bzw. mögliche Interessenskonflikte geachtet.

Es gibt keinen fixen Pool an Gutachter/inne/n; für jeden Antrag werden Expert/innen gesucht, die die Beurteilung aufgrund ihrer eigenen wissenschaftlichen Erfahrung bzw. Forschungstätigkeit entsprechend den internationalen Standards im jeweiligen Fachgebiet beurteilen können. Diese Gutachter/innen sind ehrenamtlich tätig, d.h. sie erhalten für diese Tätigkeit keine finanzielle Entschädigung.

Antragsteller/innen haben das Recht (z.B. aus Konkurrenzgründen oder wegen eines Schulenstreits), bis zu drei Wissenschaftler/innen vom Begutachtungsverfahren auszuschließen.

Kriterien der Begutachtung


wissenschaftliche Qualifikation und Entwicklungsperspektiven des/der Antragstellenden

  • Publikationen
  • besondere Erfolge, Auszeichnungen, Preise
  • (internationale) Mobilität
  • (internationale) Kooperationen mit anderen Wissenschaftler/innen oder Arbeitsgruppen (auch aus anderen Disziplinen)

wissenschaftliche Qualität des Projektvorhabens

  • Originalität und Relevanz für den Fachbereich
  • Klarheit der Forschungsfragen
  • Angemessenheit der Methodik
  • Durchführbarkeit des Projekts – inkl. Arbeits- und Zeitplan

Begutachtungsverfahren


Für jeden Antrag im Rahmen des Programms APART-GSK werden zumindest zwei Gutachten eingeholt. Bei interdisziplinären Anträgen, die mehrere Forschungsgebiete umfassen, kann die Anzahl erhöht werden.

Falls die schriftliche Stellungnahme nicht aussagekräftig ist, wird ein weiteres Gutachten eingeholt. Die Gutachter/innen werden gebeten, mögliche Befangenheitsgründe bekannt zu geben. Wenn eine Befangenheit im Nachhinein festgestellt wird, wird das Gutachten nicht gewertet.

Die Komiteemitglieder erstellen auf Basis der Gutachten eine Reihung der ihnen zugeordneten Anträge. Die innerhalb eines Fachgebietes bestgereihten Kandidat/inn/en werden zu Interviews eingeladen, die von zumindest zwei fachlich geeigneten Mitgliedern des Komitees geführt werden.

Die Entscheidung über die Auswahl der Stipendiat/innen erfolgt in der Vergabesitzung auf Basis der Gutachten und der Interviews.

Information an Antragsteller/innen


Nach der Vergabesitzung werden die schriftlichen Stellungnahmen der Gutachter/innen in anonymisierter Form an die Antragsteller/innen weitergeleitet.