WERNER WELZIG-PREIS DER ÖSTERREICHISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN

Geschichte


Gestiftet: 2004

Erste Vergabe: 2005

Stifter: Der Preis wurde über Initiative des Betriebsrates der ÖAW zur Würdigung der Präsidentschaft von Werner Welzig gestiftet und wird jedes Jahr durch das Präsidium um die gleiche Summe erhöht.

Namensgeber: Werner Welzig wurde am 13.8.1935 in Wien geboren. Nach dem Studium der Germanistik und Geschichte in Wien und Prag wurde er 1968 ordentlicher Professor für neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Wien. Im Studienjahr 1973/74 war er Dekan der philosophischen Fakultät. Seit 1973 ist er wirkliches Mitglied der Akademie, deren Sekretär er von 1982 bis 1983, deren Generalsekretär er von 1983 bis 1991 und deren Präsident er von 1991 bis 2003 war. Während dieser Zeit war er maßgeblich an den strukturellen Veränderungen der Akademie beteiligt, zu denen auch die Entwicklung des „Mittelfristigen Forschungsprogramms 1996-2000" zählt. Als Präsident der Akademie engagierte er sich sehr für die Anerkennung von Wissenschaft und Forschung als Teil des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens. In seiner Rolle als Literaturwissenschaftler widmete er sich unter anderem Erasmus von Rotterdam, Adalbert Stifter und Arthur Schnitzler, sowie Publikationen deutscher Predigtsammlungen und der Herausgabe eines „Wörterbuchs der Redensarten" zu der von Karl Kraus 1899-1936 herausgegebenen Zeitschrift „Die Fackel". Er ist Preisträger des „Prix Logos 2000" für eine beispielhafte Pionierarbeit in der Sprachwissenschaft beziehungsweise Lexigraphie und der „Goldenen Letter" für das „Schönste Buch der Welt".

Höhe des Stiftungsvermögens: jährliche Auszahlung von € 3000,-

Stiftungszweck: Der Preis wird - ungeachtet des jeweiligen Arbeitsfeldes - an Männer und Frauen vergeben, die in besonderer Weise zum öffentlichen Ansehen der oder inneren Zusammenhalt der Österreichischen Akademie der Wissenschaften beigetragen haben.

Literatur: Akademie Intakt, Zeitschrift des Betriebsrates der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, März 2004, 11