Geschichte des Erich Schmid-Preises


Gestiftet: 1977

Erste Vergabe: 1978 (Verleihung erfolgt alle zwei Jahre)

Stifter: Erich Schmid wurde am 4.5.1896 in Bruck an der Mur als Sohn eines Arztes geboren. Nach der Matura in Graz im Jahr 1913 begann er an der Universität Wien mit dem Studium der Physik und der Mathematik, das er 1920 nach einer Unterbrechung durch Kriegsdienst mit der Promotion beendete. Danach war er zwei Jahre lang Assistent an der Technischen Hochschule Wien. In der Folge arbeitete Schmid am Kaiser-Wilhelm-Institut für Faserstoffchemie in Berlin, der Vorgängerinstitution des Max-Planck-Instituts, und war von 1924 bis 1928 bei der Metallgesellschaft AG in Frankfurt/Main tätig.
Nach seiner Habilitation 1928 an der Technischen Hochschule Berlin leitete er vier Jahre lang die Physik-Abteilung des Kaiser-Wilhelm-Instituts in Berlin. Anschließend war er Ordinarius und Direktor des Physikalischen Instituts der Universität Freiburg (Schweiz). Ab 1936 leitete er die Metall-Laboratorien der Metallgesellschaft in Frankfurt/Main, nach Kriegsende das Laboratorium der Vakuumschmelze AG in Hanau. 1951 ging Erich Schmid nach Wien, wo er bis 1967 Ordinarius für Physik und Vorstand des II. Physikalischen Instituts der Universität Wien war.
1953 wurde er Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, war von 1963 bis 1969 und von 1970 bis 1973 deren Präsident und von 1969 bis 1970 und 1973 bis 1979 Vizepräsident. Außerdem war er Mitglied zahlreicher anderer europäischer Akademien und, unter anderem, Träger des Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst. Erich Schmid starb am 22.10.1983.

Höhe des Stiftungsvermögens: öS 300.000,-

Stiftungszweck: Für Physiker und Physikerinnen, die in Österreich auf dem Gebiet der Experimentellen, Technischen oder Theoretischen Physik wirken, das 35. Lebensjahr nicht überschritten und in Österreich eine wertvolle Leistung auf dem Gebiet der Experimentellen Technischen oder Theoretischen Physik vollbracht haben.

Literatur


Almanach der ÖAW, 128. Jahrgang (1978), S. 282

Almanach der ÖAW, 133 Jahrgang (1983), S. 313-321

Deutsche biographische Enzyklopädie, Band 8 (1998), S. 700

Almanach der ÖAW, 154. Jahrgang (2003/04), S. 410