Roland Atefie-Preis

Geschichte


Gestiftet: 2012

Erste Vergabe: 2013 (Verleihung erfolgt jährlich)

Stifter: Dr. Khosrow Atefie stellte der Akademie € 150.000,-  unter der Bedingung zur Verfügung, dass dieser Betrag möglichst günstig angelegt werde und dass aus den Erträgnissen jedes Jahr ein Roland Atefie-Preis in der Höhe von mindestens € 4.000,- verliehen werde.

Dr. Atefie wurde am 18.7.1937 in Teheran (Iran) geboren. Nach der Matura im Jahr 1957 war er einige Jahre als Volksschullehrer tätig. 1968 promovierte er zum Dr. med., 1975 beendete er seine Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin-Nuklearmedizin an der II. Medizinischen Universitätsklinik in Wien. Von 1976 bis 2002 leitete er das Institut für Nuklearmedizin im Ambulatorium Süd der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK); bis 2005 führte er auch eine Privatpraxis für Innere Medizin. In diesem Jahr begann er an der Universität Wien Theologie zu studieren. Seine Frau nahm im selben Jahr ein Studium der Geschichte der Medizin auf, das sie 2012 beendete.
Dr. Atefie und seine Frau Irene, geb. Berger, haben gemeinsam drei Söhne. Dem jüngsten Sohn, Roland, verdankt Dr. Atefie seinen Zugang zur Philosophie.

Namensgeber: Roland Atefie wurde am 10.10.1977 in Wien geboren. Nach der Matura im Jahr 1995 studierte er Geschichte und Philosophie, Hinduistik und Sanskrit. 2011 schloss er eine Ausbildung in Yoga und Ayurveda mit einem Diplom ab. Er kam am 29.6.2011 gewaltsam ums Leben.
Während seiner Studienzeit beschäftigte sich Roland Atefie intensiv mit den Rechten, den Traditionen und der Musik der Roma und Sinti. Die Wahrung der Rechte von Minderheiten war für ihn ein besonderes Anliegen und er setzte sich dafür sowohl im privaten Kreis als auch öffentlich mit großer Leidenschaft ein.

Höhe des Stiftungsvermögens:. EUR 150.000,-; Nachstiftung im Jahr 2015 in Höhe von EUR 50.000,-

Stiftungszweck: Der Preis wird für eine hervorragende Dissertation aus den Fachbereichen Philosophie, Theologie oder Indologie vergeben, die an einer österreichischen Universität durchgeführt und max. zwei Jahre vor dem Einreichtermin abgeschlossen wurde.
Die Roland Atefie Stiftung soll – ganz im Sinne ihres Namensgebers und Gründers – künftig dabei helfen, Wissenschaft im Geiste des Humanismus, der Toleranz und Weltoffenheit zu fördern und im kleinen Rahmen die Unabhängigkeit der Forschung zu gewährleisten