Erwin Schrödinger-Preis

Geschichte


Gestiftet: 1956

Erste Vergabe: 1956 (Verleihung erfolgt jährlich)

Stifter: Stiftung durch den Bundesminister für Unterricht mit Erlass vom 30.4.1956

Namensgeber: Erwin Schrödinger wurde am 12.8.1887 in Wien geboren. Von 1906 bis 1910 studierte er Mathematik und Physik an der Universität Wien, wobei er besonders durch die Arbeiten des theoretischen Physikers Fritz Hasenöhrl beeinflusst wurde. Nach seiner Habilitation 1914 in Wien nahm er am ersten Weltkrieg als Offizier der Festungsartillerie teil. Nachdem er an den Universitäten in Wien, Jena, Stuttgart und Breslau tätig gewesen war, übernahm er 1921 den Lehrstuhl für Physik der Universität Zürich, 1927 als Nachfolger von Max Planck den Lehrstuhl für theoretische Physik der Universität Berlin. 1928 wurde er korrespondierendes Mitglied im Ausland der Akademie.

1933 erhielt Erwin Schrödinger gemeinsam mit dem Engländer Paul Dirac für die Entwicklung der Wellenmechanik den Nobelpreis für Physik. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland ging er 1934 nach Oxford. 1936 übernahm er eine Professur in Graz, musste 1938 emigrieren und lehrte am Institute for Advanced Sciences in Dublin.
1956 kehrte er nach Wien an das Institut für theoretische Physik der Universität zurück und wurde wirkliches Mitglied der ÖAW. Im gleichen Jahr stiftete die österreichische Bundesregierung der ÖAW den Erwin Schrödinger-Preis, dessen erster Preisträger er war. Im folgenden Jahr erhielt Erwin Schrödinger das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst. Außerdem war er Träger zahlreicher in- und ausländischer Preise und Ehrungen, Ehrendoktorate und Mitglied mehrerer Akademien und wissenschaftlicher Gesellschaften. Erwin Schrödinger starb am 4.1.1961 in Wien.

Höhe des Preises: EUR 15.000,-

Stiftungszweck: Für Gelehrte, die in Österreich wirken und besonders hervorragende Leistungen in den von der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse im weitesten Sinne vertretenen Fächern vollbracht haben.


Literatur


Almanach der ÖAW, 106. Jahrgang (1956), S. 170/171.

Almanach der ÖAW, 11. Jahrgang (1961), S. 402-411.

Alexander Zartl: Erwin Schrödinger (1887-1961). Die Anschaulichkeit der Naturgesetze. In: Heimat großer Söhne. Exemplarische Leistungen österreichischer Naturforscher, Techniker und Mediziner. Hrsg. v. Helmut Grössing und Gerhard Heindl, Frankfurt/Main 1997, S. 129-150.

Deutsche biographische Enzyklopädie, Band 9 (1998), S. 152/153.

Almanach der ÖAW, 154. Jahrgang (2003/2004), S. 409.