Karl Schlögl-Preis

Geschichte


Gestiftet: 2008

Erste Vergabe: 2008 (Verleihung erfolgt jährlich)

Stifterin: Die Stiftung wurde von Rosemarie Schlögl, der Witwe von Prof. Dr. Karl Schlögl, zum Gedenken an ihren Mann ins Leben gerufen.

Namensgeber: Karl Schlögl wurde am 5. Oktober 1924 in Wien geboren. Er studierte Chemie an der Universität Wien, wo er nach seiner Promotion im Jahr 1950 als Universitätsassistent tätig war. Die Jahre 1954 und 1955 verbrachte er als British Council Scholar an der University of Manchester bei Prof. Sir E.H. Jones. 1959 wurde er zum Universitätsdozenten für Organische Chemie habilitiert, 1971 zum ordentlichen Universitätsprofessor für Organische Chemie ernannt. Von 1974 bis 1990 war er Vorstand des Instituts für Organische Chemie, in den Jahren 1977 bis 1979 Dekan der Formal- und Naturwissenschaftlichen Fakultät.

Im Jahr 1978 wurde Karl Schlögl zum korrespondierenden und 1982 zum wirklichen Mitglied der ÖAW gewählt. Von 1987 bis 1991 war er als Sekretär, 1991 bis 1995 als Generalsekretär und 1997 bis 2000 als Vizepräsident Mitglied des Präsidiums der ÖAW. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem im Jahr 1985 den Erwin Schrödinger-Preis der ÖAW und 1992 die Loschmidt-Medaille der Gesellschaft Österreichischer Chemiker. Er starb am 4. Mai 2007.
Karl Schlögl gilt als einer der Pioniere der Erforschung des räumlichen Aufbaus organischer Verbindungen und dessen Auswirkungen auf das Reaktionsverhalten. Darüber hinaus war er auch maßgeblich an der Entwicklung neuer pharmazeutischer Wirkstoffe, vor allem für die Therapie von Gefäßerkrankungen, beteiligt.

Höhe des Stiftungsvermögens: Der Preis wird von Rosemarie Schlögl jährlich mit EUR 2.000,- finanziert; das Präsidium der ÖAW erhöht die Dotation jährlich auf EUR 3.700,-.

Stiftungszweck: Für eine herausragende abgeschlossene Dissertation auf dem Gebiet der Chemie, die an einer österreichischen Universität durchgeführt wurde.


Literatur


Almanach der ÖAW, 157. Jahrgang (2006-08), S. 469-477.